Psychoanalytische Praxis
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Therapieverfahren

 

 

 

 

 

 


Psychoanalyse

In einer Psychoanalyse kann man sich die Zeit nehmen, die seelischen Verletzungen und "Störungen" genau anzuschauen. Dies ermöglicht es, dass Therapeut und Patient gemeinsam verstehen, "was eigentlich los ist".

Hierbei spielt die Beziehung zwischen Therapeut und Patient eine besondere Rolle. In dieser Beziehung können viele Schwierigkeiten sichtbar werden, die Sie vielleicht auch schon aus der Vergangenheit kennen. Obwohl Vergangenes bereits "vergangen" ist, können alte Verletzungen bis in die Gegenwart wirken.

Wenn sich zum Beispiel verstehen lässt, wodurch die Beschwerden genau ausgelöst werden, dann kann sich das Gefühl des Ausgeliefertseins stückweise verlieren. Anders als in der Verhaltenstherapie, in der ja neues Verhalten erlernt und eingeübt wird, steht in der psychoanalytischen Therapie das Verstehen der unbewussten Beweggründe im Vordergrund. Sobald ein Problem grundlegend und emotional verstanden wurde, ist es häufig auch "gebannt" – oder es lässt zumindest deutlich spürbar nach.

Der Weg zu einem befriedigenderen und leichteren Leben braucht natürlich Zeit, denn das Verstehen funktioniert nur schrittweise. In vielen Stunden können Therapeut und Patient einzelne Problembereiche verstehen, sodass schließlich einzelne Puzzleteile des Lebens zusammengesetzt werden können, was viele als sehr entlastend empfinden.

In einem persönlichen Gespräch können wir klären, ob Ihnen eine psychoanalytische Therapie helfen könnte und welche Therapieform für Sie möglicherweise sinnvoll wäre.

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Analytische Psychotherapie

Die analytische Psychotherapie ist eine abgewandelte Form der Psychoanalyse. Viele Patienten haben Sorge, sie müssten sich bei einem Psychoanalytiker auf die Couch legen. Doch das ist nicht so. Eine psychoanalytische Therapie kann sowohl im Liegen als auch im Sitzen durchgeführt werden – je nachdem, was für den Patienten "besser" ist. Die analytische Psychotherapie findet 2- bis 3-mal pro Woche statt.

Ziel der analytischen Psychotherapie ist es, die belastenden Symptome zu verringern oder aufzulösen und unbewusste Konflikte zu verstehen. So wird es möglich, dass man sich selbst immer besser versteht; dadurch ist es auch möglich, sich selbst immer besser zu helfen – auch nach Beendigung der Therapie.

Häufig findet in der psychoanalytischen Therapie eine intensive Auseinandersetzung mit Erlebnissen und Beziehungserfahrungen statt, die man in der Kindheit und Jugend gemacht hat. Ebenso bedeutsam ist jedoch alles, was sich in den gegenwärtigen Beziehungen und in der Beziehung zur Analytikerin ereignet. Auf diese Weise besteht die Möglichkeit, alte Beziehungserfahrungen zu verarbeiten, sie unter einem neuen Blickwinkel zu betrachten und sie schließlich als Teil der eigenen Lebensgeschichte anzuerkennen.

Eine analytische Psychotherapie kann mehrere Jahre dauern. Von den Krankenkassen und Versicherungen werden in der Regel die Kosten von bis zu 300 Stunden übernommen. Weitere Informationen zur Kostenübernahme durch die Krankenkasse finden Sie unter Organisatorisches.

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Tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie

Die tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie ist ein kürzeres Verfahren, das sich ebenfalls aus der Psychoanalyse ableitet. Sie bezieht sich hauptsächlich auf die aktuellen psychischen Konflikte eines Menschen, ist stärker auf abgrenzbare Themen zentriert und arbeitet vorrangig im „Hier und Jetzt“. Dabei versuchen Therapeut und Patient, einen Bezug zur individuellen Geschichte herzustellen und den Menschen vor diesem Hintergrund zu verstehen.

Eine tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie dauert zwischen 50 und 100 Stunden und findet in der Regel einmal pro Woche statt. Informationen zur Kostenübernahme durch die Krankenkasse finden Sie unter Organisatorisches.

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Kurzzeittherapie

Eine psychoanalytische Kurzzeittherapie dient dazu, eine akute Krise zu überwinden. In einem ersten Schritt wird das zentrale Problem herausgearbeitet. Wenn die seelischen Konflikte gelöst werden, die in diesem zentralen Problem enthalten sind, verändern sich oft auch die Verhaltensweisen und die Beschwerden gehen zurück.

Eine Kurzzeittherapie dauert zwischen 20 und 30 Stunden und findet in der Regel einmal pro Woche statt. Informationen zur Kostenübernahme durch die Krankenkasse finden Sie unter Organisatorisches

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Paartherapie und Paarberatung

Paare können aus den unterschiedlichsten Gründen in Not geraten oder sich in ihren Konflikten festfahren. Immer wieder tauchen dieselben Probleme auf, die sich anscheinend nicht lösen lassen. Ständige Streitereien, Einsamkeit in der Partnerschaft, "Fremdgehen", ungewollte Kinderlosigkeit oder sexuelle Probleme belasten viele Paare. Die Probleme werden chronisch. Oft gelingt es beiden Partnern nicht, die Ursachen der Probleme herauszufinden oder aus eigener Kraft etwas zu verändern. Manchmal zieht sich jeder in sich zurück und denkt: "Wenn der andere doch nur dieses oder jenes einsehen würde ..."

Doch "Einsichten" können tatsächlich schwierig sein, denn ähnlich, wie in einer Person das Unbewusste wirkt, so wirkt das Unbewusste auch in Paarkonstellationen. Es ist nicht einer "schuld" an dem Geschehen, sondern was "krank", "gestört" oder aus dem Gleichgewicht geraten ist, ist die Beziehung, die aus dem unbewussten Zusammenspiel der beiden entsteht.

In einer psychoanalytischen Paartherapie hat das Paar die Chance, seine Probleme einem "wohlwollenden Dritten", dem Therapeuten, darzustellen. Häufig gelingt es in den Sitzungen, unbewusste Wünsche, Motivationen, Phantasien oder Gedanken aufzudecken. Das führt oft zu "echtem Verstehen" und zur Erleichterung.

Häufig reichen schon wenige Stunden, um eine Veränderung zu bewirken.

Die Kosten für eine Paartherapie werden leider nicht von den Krankenkassen übernommen.

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